Dienstag, 3. Februar 2015
Protest! Diesmal in anderer Form...
... die grobe Richtung ist dieselbe wie in den letzten Wochen: zum Hauptbahnhof wollen wir, zumindest bis in die unmittelbare Nähe. War das Ziel bisher das DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Straße, so wollen wir heute ein türkisches Restaurant besuchen, uns solidarisch zeigen und wenigstens einen der gebeutelten und entnervten Wirte im Bahnhofsviertel unterstützen. Unterstützen mit unserem Besuch, der ein wenig Umsatz in die Kassen spülen soll an einem Abend, an dem die sonst so quirlige, volle und laute Graf-Adolf-Straße menschenleer daliegt. Wo sonst vielsprachiges Stimmengewirr in der Luft liegt, steht heute alle paar Meter ein Grüppchen Polizisten, Pappbecher mit dampfendem Kaffee oder Tee in der Hand, den Funk im Ohr, den Schutzhelm unter den Arm geklemmt.
Atemwolken, Kälte. Stille - solange bis die Nazifrau M. Dittmer die Stimme erhebt und per Megaphon einem Häuflein Verirrter ihre abstrusen Theorien darlegt, Naziparolen grölt, widerwärtige und menschenverachtende Stücke aufführt, Muslime, Imame und die Lügenpresse verhöhnt.
Mitten in Düsseldorf. An einem Montag-Abend, dann, wenn der Berufsverkehr soeben beginnt.
80 sind es diesmal. 80, die mit ihrem eingeklagten Aufmarschweg eine ganze Stadt lahmlegen. 80, die aus der nahen und weiteren Umgebung angereist kommen, weil "die Polizei in Düsseldorf wesentlich freundlicher und kooperativer" ist und sie hier vermeintlich ungestört ihren Müll in die Atmosphäre brüllen können. 80, denen diesmal etwa 800 gegenüberstehen, die sich nicht bieten lassen wollen, dass der braune Sumpf in ihre liebenswerte und tolerante Stadt getragen wird von einem Haufen nachweislich rechter Arschlöcher, die der Kampflesbe Dittmer und ihrem schwulen Anwalt Clemens (was an sich beides total egal ist, aber doch nicht einer gewissen Komik entbehrt, auch wenn die noch so traurig ist. Oder ist das Realsatire?) hinterherrennen.
Die sich mit quarzsandgefüllten Handschuhen bewaffnen, Schlagstöcke mit sich führen, den Hitlergruß zeigen, das Horst-Wessel-Lied grölen. Die provozieren und sonst nichts. Dittmer hat ihre Plattform gefunden, ihre Erfüllung liegt darin, die Städte an Rhein und Ruhr mit braunen Pöbeleien zu überziehen, ihre ganze Energie fließt da hinein. Sie suhlt sich im Wissen, "die meistgehasste Frau Deutschlands" (oder doch wenigstens der Umgebung) zu sein. Sie hat nichts anderes zu tun, verfolgt seit 15 Jahren mindestens und nachweislich ihre steile rechte Karriere. Sie ist die einzige Frau, die in diesem Kreis dumpfer und stumpfsinniger Nachplapperer Anerkennung findet und geilt sich daran auf, dass ihr 30 - 80 Hanseln zujubeln und die betroffenen Städte allwöchentlich ein Vermögen ausgeben, das unerwünschte Gesindel und dessen Recht auf Versammlungsfreiheit zu schützen.
Die Nationalhymne des ach so zu schützenden Abendlandes können die "Patrioten" allerdings nur, wenn sie einen Zettel in der Hand haben.
Wir sind wütend. Entsetzt. Stinksauer. Fassungslos.
Deshalb fahren wir heute ein paar Stationen mit der U-Bahn (um dem überirdischen Verkehrschaos zu entgehen), steigen Oststraße aus, bahnen uns einen Weg durch Hunderte Polizisten, vorbei an kreuz und quer stehenden Streifen- und Mannschaftswagen. Ich will mich bei ein paar Einsatzkräften bedanken, die hier stundenlang in der Kälte stehen, habe dabei beide Hände in den Manteltaschen und verstehe erst im Weggehen den scharfen, gezielten Blick des jungen Mannes auf genau diese Manteltaschen. Es ist noch früh, gerade 17.00 Uhr durch, unsere Reservierungsbestätigung brauchen wir nicht, die meisten Absperrgitter sind noch geöffnet. Je näher wir zum Bahnhof kommen, desto offensichtlicher die enorme Polizeipräsenz, wir passieren eine Reiterstaffel.
Das erste "Antalya" ist das falsche Restaurant, der Wirt kommt um seinen Tresen und zeigt mir freundlich den Weg. Gleich um die Ecke liegt unser Ziel, "restaurantalya". Aus der Tür kommen zwei Uniformierte, entschuldigen sich beim Wirt, sagen bedauernd: "Wir müssen unseren Job machen, es tut uns leid."
In der oberen Etage ist ein langer Tisch eingedeckt, schöne Atmosphäre mit Blick auf das Geschehen. Fast pervers.
Unsere Freunde treffen nach und nach ein, Walburga Benninghaus, MdL, die auffallende und toughe SPD-Frau aus dem Düsseldorfer Süden. Ataman Yildirim von der Intergrationsagentur der AWO, Dana Khosravi, stellvertretende Vorsitzende der Düsseldorfer Jusos, Rainer Guntermann von der Polizei Düsseldorf, Martine Richli, Vorsitzende des Vereins "Wohnen mit Kindern e.V.". Musiker, Freiberufler, Gastronomen... ein buntes Volk quer durch Düsseldorf. Dirk Sauerborn, Ansprechpartner für interkulturelle Angelegenheiten im Polizeipräsidium Düsseldorf, wirft einen kurzen Blick auf die Runde und eilt zu Gülsen Çelebi, der seit Wochen bedrohten Rechtsanwältin ein paar Hundert Meter weiter.
Mittlerweile sind wir mitten in der nächsten von zahlreichen erregten Diskussionen über das Handeln oder Nichthandeln, das Dulden und scheinbar stoische Aussitzen-Wollen von anderen, auch offiziellen Personen. Wir verstehen es zum Teil nicht, wollen auch nicht verstehen, kein Fußbreit den Faschisten... Die Stimmung ist gut, das Gespräch geht kreuz und quer, jeder hat Vorstellungen, Ideen. Zwischendurch gehen einige nach unten, prüfender Blick, was tut sich... Jemand kommt zurück, ist empört und sagt mit sich überschlagender Stimme, das kann doch nicht sein, was die da aufführen, warum dürfen die das.
Ich erwähne das große, völlig zerstörte Transparent am Aquazoo... "Humanität, Respekt & Vielfalt" - zerschnitten und irreparabel. Jeder kennt es, jeder ist wütend darüber.
Weiterer kurzer Besuch, diesmal von Stefani Geilhausen, RP, sie ist mit einem Fotografen unterwegs, um das Geschehen jenseits von *gida zu dokumentieren und sagt uns, dass es weniger Rechte sind, als befürchtet.
Essen wird serviert, der Kellner ist liebenswert, rennt treppauf, treppab, bringt riesige Teller mit wahrhaft göttlichem Essen. Lamm und Humus, Salate, Süßspeisen, Käse... Wir sitzen länger da, als geplant und wissen am Ende des Abends: das war toll, es war wichtig, sich wieder einmal in großer Runde auszutauschen und nicht nur im 2er oder 4er-Gespräch.
Aber nächste Woche sind wir wieder auf der Straße, wir wollen uns den Fratzen entgegenstellen, ihnen sagen, dass wir sie hier nicht wollen. Nicht nur heute nicht oder morgen. Nie.
Ein gemeinsames "interkulturelles" Kochen haben wir auch geplant. Mit vielen Freunden und Gästen.
Köfte statt Klops. Ein Hoch auf die Vielfalt!
Freitag, 23. Januar 2015
Etwas Warmes braucht der Mensch...
... drum schicke ich Euch heute mein kleines Rezept für ein ziemlich wohlschmeckendes, bißchen exotisches Linsencurry, gut für Bauch und Seele.
Beluga-, Pardina-, Teller-, und Rote Linsen werden jeweils mit viel Zwiebeln und Lorbeer knapp in Wasser gegart. Auf keinen Fall Salz dazugeben, die Hülsenfrüchte werden sonst nicht weich.
Dazu kommen verschiedene Gemüse: Kohlrabi, Petersilienwurzeln, Karotten, Sellerie am Strang und als Knolle, Fenchel, Mangold, Lauch, Zwiebeln, grüner Apfel - einzeln in Olivenöl geschmort und mit gelber Currypaste, Ingwer, Knoblauch und Limette (Saft und abgeriebene Schale) fein abgeschmeckt, evtl. etwas salzen, das ist aber fast nicht nötig, weil die Kombination aus Currypaste und Limette dem Ganzen einen schönen Kick gibt.
Ab und an mit selbstgemachter Gemüsebrühe angießen, dann alles zusammenschmeißen und abschmecken, zum Schluß ein kleines bißchen Kokosmilch, Koriander und viel Petersilie dazu - et voilá!
Wer mag, bekommt Wienerle oder Mettwurst dazu (mit Knofi und Chili in der Pfanne geschmort), oder schöne, nicht zu kleine Putenbrust-Würfel, in Sesamöl knusprig gebraten. Auch Entenbrust passt prima oder ein Hüftsteak, in feine Streifen geschnitten, mit Sojasauce, Austernsauce und Ingwer ein paar Minuten mariniert und dann ebenfalls scharf angebraten.
Alle anderen kriegen's vegetarisch auf den Teller.
Dazu passt wunderbar in der Pfanne geröstetes Baguette oder Ciabatta - eine zerdrückte Knoblauchzehe in der Pfanne macht es noch ein bißchen spannender :-)
Donnerstag, 22. Januar 2015
"gute nacht für obdachlose"
… so steht es auf einem kleinen Prospekt, den Malte meinen Freundinnen und mir beim allwöchentlichen Mädels-Stammtisch@theGoGo vorbeibringt. Malte arbeitet seit Jahren ehrenamtlich beim gutenachtbus, erfahre ich. Malte? Der eloquente, witzige, charmante und immer gut gelaunte „Nachtschicht“-Malte, der seinen Spitznamen der Spätschicht im Café á GoGo verdankt, tut Gutes für Obdachlose?
Wir sind platt und hören zu. Lesen. Sind ein wenig stiller als sonst - und beschließen praktisch im gleichen Moment: wir machen mit. Jedenfalls so, wie wir es können: sammeln Spenden, Kleidung, Schlafsäcke und Lebensmittel, Verbandzeug, Kaffee, Plätzkes.
Wieder einmal nutze ich Facebook für täglich mehrfache Aufrufe und Bitten um Sachspenden, erkläre, beantworte Fragen per Telefon, Mails und im persönlichen Gespräch. Unmengen Spenden erreichen uns, ganz besonders viele sind es unmittelbar vor Weihnachten. Ich weiß mittlerweile von Bruder Peter, mit dem ich zunächst nur telefoniert habe, weil es so viel zu tun gab vor den Feiertagen und den ich mittlerweile auch persönlich kennen- und vor allem schätzen lernen durfte, wie willkommen unsere Unterstützung ist.
Am Dreikönigstag lädt er mich ein, den Bus zu begleiten und den Obdachlosen symbolisch eine kleine Gabe zu überreichen; ich bitte meine Freundin Brigitte, mich zu begleiten. Wir treffen uns in kalter, dunkler Winternacht bei vision:teilen, wo schon reges Treiben herrscht. Jede und jeder weiß hier, was zu tun ist. In der winzigen Küche stapeln sich Brötchen- und Brotkisten, auf einem kleinen Kocher werden 100 Riesen-Bockwürste heiß gemacht (auch eine Spende), Kaffee läuft in übergroße Kannen. Es wird wenig geredet hier, generalstabsmäßig werden die Vorbereitungen getroffen, immer wieder läuft einer in den Keller und sucht zusammen, was von dem ein oder anderen Bedürftigen besonders gebraucht wird: Schuhe sind knapp, Socken und warme Unterwäsche auch. Schlafsäcke werden benötigt, warme Decken. In einem dicken schwarzen Buch werden alle diese Wünsche notiert, auch fehlende Lebensmittel werden eingetragen und aufgefüllt, der Bus ist immer voll beladen, wenn er sich allabendlich auf die Reise begibt.
Wir stehen im Weg und werden immer stiller angesichts des enormen Pensums, das hier täglich zu leisten ist. Die Büroräume quellen über, zahlreiches, sehr schön gemachtes Info-Material wird hier gelagert, Spenden verwaltet, Sammelbüchsen ausgegeben, ein außerordentlich guter Internetauftritt gepflegt.
Fahrer Armin nimmt uns im Bus von der Schirmerstraße mit in die Altstadt und erzählt von der Arbeit auf dem Bus. Ganz nebenbei erfahren wir, dass er nicht nur sein offizielles Ehrenamt sehr ernst nimmt, sondern auch in der Freizeit stets auf der Suche nach Obdachlosen ist, die Hilfe brauchen. Er versorgt sie, bringt sie notfalls zum Arzt oder in die Klinik. Er weiß, wie alle anderen auch, um die begehrten Schlafplätze, um diejenigen, die gut organisiert auf der Straße leben und um die man sich nur im Notfall kümmern muss. Und eben auch um die anderen. Eine neue Welt tut sich auf…
Unterwegs sehen wir einsame, beladene Gestalten Richtung Kommödchen laufen - der Bus wird jeden Abend heiß ersehnt. Kaffee, Suppe, an diesem Abend eben auch heiße Würstchen und Waffeln lindern ein wenig Hunger und wärmen. Das Zusammentreffen mit den „Kollegen“ von der Platte ist echtes, soziales Miteinander - nur ein wenig anders. Man begrüßt sich freudig, auch mit High Five, hat Interesse am Gegenüber, ein Hund wird von allen getätschelt. Ruhig stellen sich die fast 30 Männer an, nur eine Frau ist darunter, heute Abend. Bruder Peter erklärt mir, dass am Bahnhof sehr viel mehr Frauen die Hilfe des Busses in Anspruch nehmen. Jede Frage darf ich ihm stellen, dem 70jährigen, so jung wirkenden Mann. Ihn berührt jedes Schicksal, besonders das der ganz jungen Mädchen, die sich prostituieren, um zu überleben.
Staunend und auch ein wenig scheu stehen wir mit zwei weiteren Freundinnen am Bus und beobachten, freuen uns. Nach vorsichtigem, gegenseitigen Beäugen erfolgen erste zaghafte Annäherungsversuche und dann ganz wunderbare Gespräche, witzige Kommentare, Fragen.
Später, als wir im Warmen sitzen und mit schlechtem Gewissen noch ein Bier trinken, wirkt dieser Abend nach. Wir sind lange nicht so fröhlich wie sonst, beeindruckt. Bedrückt.
Heute Abend erwarte ich erneut eine Vielzahl Spenden - ich komme wieder!
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Sonntag, 11. Januar 2015
Thomas Geisel - Das Verwaltungsgericht Düsseldorf...
... hat der Klage der Organisatoren von "Dügida" um die Rechtsradikale Melanie Dittmer, vertreten durch ihren nachweislich der rechtsextremen Szene zugehörigen Anwalt Dr. jur. Björn Clemens aus Düsseldorf, stattgegeben. Ein Mann, der Typen wie den NPD-Mann Udo Pastörs und den Burschenschafter Norbert Weidner, ebenfalls mit engsten Verbindungen zur neonazistischen Szene Deutschlands, verteidigt hat. Ein ehemaliger Republikaner.
Laut Einstweiliger Anordnung der Präsidentenkammer des Verwaltungsgerichtes Düsseldorf von Freitagabend (09.01.15) ist es Oberbürgermeister Thomas Geisel nunmehr untersagt, die BürgerInnen der Stadt in seiner Funktion als oberster Repräsentant der Landeshauptstadt zum Protest gegen "Dügida" am kommenden Montag aufzurufen. Gleichzeitig wurde ihm untersagt, lokale Unternehmen zur Abschaltung der Beleuchtung aufzufordern sowie die Beleuchtung städtischer Gebäude abzuschalten.
Unter dem Motto "#nodügida - Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger für Demokratie und Vielfalt - Mit rheinischer Toleranz gegen Ausgrenzung und Hass" hat das breite Aktionsbündnis mit Namen "Düsseldorfer Appell" zur zweiten Gegendemonstration aufgerufen, ein Bündnis aus Politik, Kirche, Kultur & Sport innerhalb der Düsseldorfer Stadtgesellschaft. Wie diese Organisatoren und Initiatoren betont Thomas Geisel auf der offiziellen Homepage der Stadt: "Das ist das richtige Signal, dass in Düsseldorf kein Platz für das Schüren dumpfer Ängste und Ressentiments ist. Düsseldorf ist eine weltoffene Stadt, in der jeder willkommen ist".
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| (c) Humanität Respekt Vielfalt |
Unterstützt werden Geisel und #nodügida auch von der hervorragend aufgestellten und strukturierten Initiative "Düsseldorfer Sport und Kultur für Humanität, Respekt und Vielfalt", ins Leben gerufen von Boris Bartels (dreimarketing) und Andreas Dahmen (Düsseldorf Festival). Sie bekunden Solidarität mit dem "Düsseldorfer Appell" und dessen Aufruf zur FRIEDLICHEN Gegendemonstration und haben an öffentliche Gebäude wie z.B. die Deutsche Oper am Rhein große Banner gehängt.
"Humanität, Respekt und Vielfalt sind nicht nur unabdingbare Bestandteile in den Bereichen Kultur und Sport, sondern auch Kern eines menschlichen Leitbildes für ein positives Miteinander und eine offene multiethnische Gesellschaft" heißt es dazu in der am Freitag vorgelegten Presseerklärung.
Nun bleibt also noch festzustellen, dass Thomas Geisel zu keiner Zeit etwa zu einer kriminiellen Handlung aufgerufen hätte, er bittet (!!!) seine DüsseldorferInnen jedoch, sich diesem großartigen Zusammenschluss gegen Rechtspopulismus, Extremismus, Rassismus und Ausgrenzung, gegen Intolereanz und Fremdenfeindlichkeit anzuschließen.
So, wie es auf den offiziellen Seiten des Landes Sachsen der Ministerpräsident Tillich getan hat. Wie es die Dresdner Oberbürgermeisterin Orosz auf der Homepage ihrer Stadt getan hat. Der Kölner OB Jürgen Roters auf koeln.de. Erstaunlicherweise wurde in keinem dieser Fälle irgendein Verwaltungsgericht tätig. Und schon gar nicht ist vorstellbar, dass sich der Oberbürgermeister und Mensch Thomas Geisel von Richtern sein Denken und Handeln als Mensch UND Amtsperson vorschreiben lassen und damit einer rechtslastigen Bewegung und deren Entwicklung innerhalb der Stadt gegen seinen Willen Vorschub leisten muss. Lässt man den Spruch des Verwaltungsgerichtes Düsseldorf für das ganze Land gelten, so hätten auch die Stadtoberhäupter von Stuttgart, München und Freiberg, die ihre Mitbürger ebenfalls zu Gegendemonstrationen aufgerufen haben, geltendes Recht verletzt...
Und auf der offiziellen Seite der Bundeskanzlerin heißt es:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Neujahrsansprache Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich den Protesten der Pegida nicht anzuschließen.
Danach wird Bundeskanzlerin Angela Merkel wie folgt zitiert:
"Folgen Sie denen nicht, die dazu aufrufen! Denn zu oft sind Vorurteile, ist Kälte, ja, sogar Hass in deren Herzen", so Merkel.
Und auf der offiziellen Seite der Bundeskanzlerin heißt es:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Neujahrsansprache Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich den Protesten der Pegida nicht anzuschließen.
Danach wird Bundeskanzlerin Angela Merkel wie folgt zitiert:
"Folgen Sie denen nicht, die dazu aufrufen! Denn zu oft sind Vorurteile, ist Kälte, ja, sogar Hass in deren Herzen", so Merkel.
"Heute rufen manche montags wieder 'Wir sind das Volk'. Aber tatsächlich meinen Sie: Ihr gehört nicht dazu – wegen Eurer Hautfarbe oder Eurer Religion", erläuterte die Bundeskanzlerin und betonte, es sei selbstverständlich, Menschen zu helfen, die bei uns Zuflucht suchten. "Das ist vielleicht das größte Kompliment, das man unserem Land machen kann: dass die Kinder Verfolgter hier ohne Furcht groß werden können."
Deutliches Zeichen gegen Pegida
Der Leverkusener Ratsherr Peter Ippolito schrieb dazu die bemerkenswerten Sätze:
"Die Amtsträgereigenschaft von Thomas Geisel verbietet ihm nach Auffassung des Gerichtes den politischen Kampf gegen Rassismus.
"Die Amtsträgereigenschaft von Thomas Geisel verbietet ihm nach Auffassung des Gerichtes den politischen Kampf gegen Rassismus.
Wenn ein vom Volk gewählter Oberbürgermeister seine Auffassung zu diesem Thema nicht offiziell, auch und gerade als Stadtoberhaupt öffentlich machen darf, dann wird die Idee der kommunalen Selbstverwaltung ad absurdum geführt.
Wo Recht zu Unrecht wird, wird friedlicher Widerstand zur Pflicht. Ich bin als Leverkusener Ratsmitglied auch Amtsträger und sage, Düsseldorfer macht das Licht aus, überall da, wo es ungefährlich möglich ist."
Und Dirk Neubauer von report-D kommentiert die Entscheidung wie folgt:
"Zweitens: Im vorliegenden Fall haben sich Düsseldorfer Verwaltungsrichter an der eigenen Unabhängigkeit berauscht. Zur Ausnüchteriung sei Ihnen die Lektüre eines Papiers der offenbar in Vergessenheit geratenen autonomen Arbeitsgruppe „Qualitätsdiskussion in der Verwaltungsgerichtsbarkeit“ empfohlen. Besetzt ausschließlich mit Verwaltungsrichtern. Das stammt aus den Jahren 2005/2006. Unter Punkt 3.2 werden selbst so wunderbar unabhängige, allem irdischen enthobene Verwaltungsrichter an den Gewaltenteilungsgrundsatz erinnert. Wörtlich heißt es da:
Der Richter ist sich des Interpretationsspielraums bei der Gesetzesauslegung bewusst und nimmt diese Aufgabe mit Hilfe der Auslegungsregeln verantwortungsvoll wahr. Dabei erkennt er die Grenzen, die sich aus dem Gewaltenteilungsgrundsatz ergeben. Er hat die Beurteilungs- und Ermessensspielräume der Verwaltung zu respektieren und darf in diese Spielräume nicht durch aus seiner Sicht sachgerechtere Regelungen eingreifen. Ebenso widersteht er der Versuchung, sich an die Stelle des Gesetzgebers zu setzen.
Gegen ihre eigenen Grundsätze haben die Düsseldorfer Verwaltungsrichter verstoßen. Mit ihrer falschen Entscheidung."
Und Dirk Neubauer von report-D kommentiert die Entscheidung wie folgt:
"Zweitens: Im vorliegenden Fall haben sich Düsseldorfer Verwaltungsrichter an der eigenen Unabhängigkeit berauscht. Zur Ausnüchteriung sei Ihnen die Lektüre eines Papiers der offenbar in Vergessenheit geratenen autonomen Arbeitsgruppe „Qualitätsdiskussion in der Verwaltungsgerichtsbarkeit“ empfohlen. Besetzt ausschließlich mit Verwaltungsrichtern. Das stammt aus den Jahren 2005/2006. Unter Punkt 3.2 werden selbst so wunderbar unabhängige, allem irdischen enthobene Verwaltungsrichter an den Gewaltenteilungsgrundsatz erinnert. Wörtlich heißt es da:
Der Richter ist sich des Interpretationsspielraums bei der Gesetzesauslegung bewusst und nimmt diese Aufgabe mit Hilfe der Auslegungsregeln verantwortungsvoll wahr. Dabei erkennt er die Grenzen, die sich aus dem Gewaltenteilungsgrundsatz ergeben. Er hat die Beurteilungs- und Ermessensspielräume der Verwaltung zu respektieren und darf in diese Spielräume nicht durch aus seiner Sicht sachgerechtere Regelungen eingreifen. Ebenso widersteht er der Versuchung, sich an die Stelle des Gesetzgebers zu setzen.
Gegen ihre eigenen Grundsätze haben die Düsseldorfer Verwaltungsrichter verstoßen. Mit ihrer falschen Entscheidung."
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Thomas Geisel selbst sagte nach dem Richterspruch am Samstag:
"Es geht hier um Grundzüge unserer Wertegemeinschaft. Mein Verständnis der grundgesetzlichen Ordnung in unserem Gemeinwesen ist, dass es dem obersten Repräsentanten dieser Stadt möglich sein muss, gegen Intoleranz, gegen Ausgrenzung und gegen das Schüren von Ängsten und Ressentiments aufzurufen. Ich habe nicht vor, mich - von wem auch immer - zu einem seelenlosen Technokraten machen zu lassen."
Und genau deshalb haben wir ihn gewählt, einen Mann, der weiß, was er will, der seine Meinung nicht nur sagt, sondern auch zu dem Gesagten steht. Einen Oberbürgermeister mit Rückgrat! Ich persönlich hoffe, dass Geisel die Einstweiligen Anordnung tatsächlich nicht akzeptiert, sondern in die nächste Instanz geht.
http://www.duesseldorf.de/
Donnerstag, 8. Januar 2015
Veranstaltungen und Ausstellungen der Düsseldorfer Museen und Sammlungen im Jahr 2015
Einen umfangreichen Katalog großartiger Veranstaltungen und Ausstellungen präsentieren die Museen der Kunst- und Kulturstadt Düsseldorf für das Jahr 2015.
Zudem werden drei Häuser wiedereröffnet, den Anfang macht im Mai die Mahn- und Gedenkstätte an der Mühlenstraße, im historischen Stadthaus seit 1987 beheimatet. In Zeiten von "Egalwiegida" kann man nicht oft genug betonen, wie wichtig ein solcher Ort ist. Und nicht nur der Ort, sondern auch sein Standort im Herzen der Altstadt.
Gegenüber befand sich bis zum Jahr 2010 das Düsseldorfer Landgericht, berühmt geworden durch den Majdanek-Prozess gegen Angehörige der Lagerleitung und des Wachpersonals des KZ Majdanek von 1975 bis 1981. Das Stadthaus war ab 1934 Standort verschiedener NS-Abteilungen und der 20. SS-Standarte. Umso wichtiger erscheint mir die heutige Nutzung.
Hier wird zum einen die Dauerausstellung "Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus" ständig zu sehen sein, zum anderen sind Sonderausstellungen, Veranstaltungen und pädagogische Projekte, auch in Zusammenarbeit mit anderen Instituten und Institutionen, geplant.
(mehr Info: http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/duesseldorf)
In diesem Zusammenhang sollen auch die im Rheinland stattfindenden "4. Jüdischen Kulturtage" genannt werden. Im Frühjahr beteiligen sich daran neben dem Heine-Institut und dem Stadtmuseum das Schauspielhaus, Forum Freies Theater, Tanzhaus NRW, ZAKK, Polnisches Institut und der Künstlerverein Malkasten mit insgesamt mehr als 70 Veranstaltungen. Ab Februar zeigt das Heine-Institut außerdem "Von A(usländer) bis Z(weig). Deutsch-Jüdische Literaturgeschichten".-
Besonders zu erwähnen sind sicherlich die Ausstellungen "Uecker" und "Miró - Malerei als Poesie" in der Kunstsammlung NRW/K 20. Günther Uecker, 1930 in Pommern geborener Maler und Objektkünstler, lebt seit '55 in Düsseldorf (mittlerweile auch in St. Gallen), wo er zunächst bei Otto Pankok studierte und später zur Gruppe ZERO um Heinz Mack und Otto Piene zählte.
Joan Miró wird fälschlicherweise oft als mallorquinischer Künstler bezeichnet, geboren wurde er jedoch 1893 in Barcelona, erst 1956 verlegte er Wohnsitz und Atelier nach Mallorca, wo er 1983 starb. Die Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca befindet sich noch heute in Cala Major, dem Stadtteil von Palma de Mallorca, in dem Miró lebte und arbeitete.
Nicht zu vergessen die ab April im Museum Kunstplast laufende Ausstellung "Wim Wenders. Fotografien" anlässlich des 70. Geburtstages des in Düsseldorf geborenen Filmemachers.
Natürlich ist dies nur eine kleine, sehr subjektive Übersicht - den gesamten Veranstaltungskalender finden Sie im Anschluß: _________________________________
Die Ausstellungsplanungen der Düsseldorfer Museen 2015 im Einzelnen (Stand: Dezember 2014, Änderungen vorbehalten):
Akademie-Galerie, Burgplatz 1
bis 25.Januar: "Inge Mahn"; 11. bis 22. Februar: "Konrad Klapheck"; 17. April bis 28. Juni: "Wenn Künstler sammeln" (Arbeitstitel).
Aquazoo - Löbbecke Museum, Kaiserswerther Straße 380
Wiedereröffnung im Sommer 2015
Filmmuseum, Schulstraße 4
14. März bis 14. Juni: "Warner Brothers Cartoons - Der amerikanische Animationsfilm 1930 - 1970".
Goethe-Museum/Schloss Jägerhof, Jacobistraße 2
bis 25. Januar: "Porträts und Briefkultur. Die Stiftung der Nachkommen von Georg Arnold Jacobi"; 26. bis 28. Juni: Jahresausstellung der Schmuckdesigner von "Düsselgold".
Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14
Das Heine-Institut zeigt unter anderen die Ausstellung "Von A(usländer) bis Z(weig). Deutsch-jüdische Literaturgeschichten".
22. Februar bis 14. Juni: "Von A(usländer) bis Z(weig). Deutsch-jüdische Literaturgeschichten"; Juli bis September: "Die Geschichte der Schreibwerkzeuge"; Oktober 2015 bis März 2016: "Frauen der Heine-Zeit" (Arbeitstitel/Eine Ausstellungskooperation mit dem Jenisch-Haus Hamburg und dem Heine-Haus e.V. Hamburg).
Hetjens-Museum/Deutsches Keramikmuseum, Schulstraße 4
Porzellanmalerei in allen Pink-Schattierung sind im Hetjens-Museum zu bestaunen.
bis 22. Februar: "Resonanz" (Eine Ausstellung des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz); 19. März bis 14. Juni: "Pink Porcelain - Porzellanmalerei von Rosa bis Purpur"; 19. Juli bis 8. November: "Kangxi (1662-1722) /China Contemporary - Porzellanschätze für den Kaiserhof und Europas Fürsten"; 27. September bis 17. Januar 2016: "Starker Tobak, galanter Genuss! - Meissener Tabatieren des 18. Jahrhunderts"; 26. November bis 22. Februar 2016: Ankäufe der Dr. Günter Lontzen-Stiftung.
KIT/Kunst im Tunnel, Mannesmannufer 1b
Die Wahrnehmung der Landschaft in der Gegenwart (hier das Werk "High Tight") steht im Mittelpunkt der Ausstellung "Terra Ingognita" im KIT.
bis 22. Februar: "TAU - Ein Projekt der Klasse Prof. Katharina Grosse"; 14. März bis 14. Juni: "Terra Incognita - Wahrnehmung der Landschaft in der Gegenwart"; 27. Juni bis 13. September: "Malerei, jetzt".
Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4
Im Mittelpunkt der Schau "Real Humans" in der Kunsthalle stehen Werke der drei US-amerikanischen Künstler Ian Cheng, Jordan Wolfson und Wu Tsang (hier ein Videostill aus dem Film "Damelo Todo" von 2010, courtesy Wu Tsang, Galerie Isabella Bortolozzi/Berlin - Clifton Benevento/New York - Michael Benevento/Los Angeles.)
bis 11. Januar: "Thomas Ruff. Lichten"; 7. Februar bis 19. April: "Real Humans"; 9. Mai bis 2. August: "Cody Choi"; 22. August bis 8. November: N.N.; 5. Dezember bis Anfang März 2016: "Song Dong".
Kunstraum Düsseldorf, Himmelgeister Straße 107E
bis 25. Januar: "Christian Odzuck, Anne Pöhlmann - Förderpreisträger der Landeshauptstadt Düsseldorf 2014"; 5. Februar bis 15. März: ohne Titel; 26. März bis 10. Mai: "Ralf Werner und Gast"; 21. Mai bis 28. Juni: "Zuhause" (AT).
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen/K20, Grabbeplatz 5
Ein weiterer Höhepunkt in der Kunstsammlung ist 2015 eine große Uecker-Werkschau, hier seine "Sandspirale".
bis 4. Januar: "Nach Ägypten! Die Reisen von Max Slevogt und Paul Klee"; bis 4. Januar: "Wael Shawky - Cabaret Crusades"; 7. Februar bis 10. Mai: "Uecker"; 13. Juni bis 27. September: "Miró - Malerei als Poesie"; September 2015 bis Januar 2016: "Wiebke Siem im LABOR"; 7. November bis 6. März 2016: "Agnes Martin. Eine Retrospektive".
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen/K21, Ständehausstraße 1
bis Frühjahr 2015: "Saraceno - in Orbit"; bis 22. März: "Annette Messager. Exhibition/Exposition"; 9. Mai bis 30. August: "Imi Knoebel - Malewitsch zu Ehren"; 26. September bis 24. Januar 2016: "The Problem of God".
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Grabbeplatz 4
bis 11. Januar: "Tim Berresheim - Auge und Welt"; 7. Februar bis 19. April: "Anna Franceschini".
Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29
Wiedereröffnung im Mai 2015. 27. Januar bis 6. März: "erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behin-derte Menschen im Nationalsozialismus" (Eine Ausstellung der Deut-schen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, Ort: Landtag NRW); 27. Februar bis 9. August: "Von Augenblick zu Augenblick - Juden in Düsseldorf nach 1945" (Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage, Ort: Stadtmuseum); 16. Juni bis 23. Oktober: "Palimpsest - Erinnerungsschichten. Fotografien von Gideon Sella (Tel Aviv/En Hod, Israel)"; 2. November bis 27. Januar 2016: "Ausgegrenzt. Lebenswege verfolgter Ärztinnen und Ärzte aus Düsseldorf"; 10. November bis Frühjahr 2016:"Virtuelles Museum 'Leopold Fleischhacker'. Ein Düsseldorfer Künstler" (AT/In Kooperation mit dem Lehrstuhl Computergraphik und Wissenschaftliches Rechnen der Universität Duisburg-Essen und dem Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut Essen).
Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4-5
Photografien von Wim Wenders sind im Museum Kunstpalast zu sehen, hier "Joshua and John - Behind", Odessa, Texas, 1983.
bis 8. Februar: "Christiane Baumgartner. White Noise"; bis 1. Februar: "Katharina Grosse - Inside the Speaker"; bis 15. Februar: SPOT ON: "Archäologisch vollständig - Meisterleistungen der Glasrestaurierung", "Putten, Hexen und nackte Männer. Zeichnungen von Theodor Mintrop", "Christian Megert", "Vera Lutter"; bis 1. Februar: "Winfred Gaul-Werke aus der Sammlung Kemp"; ab 31. Januar: "Maren Heyne - Künstlerporträts" (Kabinettausstellung); 8. bis 29. März: Große Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2015; 27. März bis 20. September: SPOT ON: "With a little help from my friends - 50 Jahre Freunde Museum Kunstpalast", "Das große 'A' der Düsseldorfer Landschaftsmalerei - Andreas Achenbach zum 200. Geburtstag (bis 2. August), "Learning from Las Vegas - Italienisches Design der 1980er-Jahre", "Moderne Meister. Der Beitrag der Freunde", "Sammlung Heuer. Gläser der Jugendstilmanufaktur Lötz"; 18. April bis 26. Juli: "Camille Gräser. Aus der Reihe bewegt";18. April bis 16. August: "Wim Wenders. Fotografien"; 18. April bis 30. August: "Bernard Schultze - Werke aus der Sammlung Kemp"; 8. Mai bis 20. September: "Japaner in Murano - Kyohei Fujita, Yoichi Ohira, Yasuhiko Tsuchida"; 7. August bis 18. Oktober: "Erika Kiffl - Von Ai Weiwei bis Gerhard Richter"; 10. Oktober bis 31. Januar 2016: "Francisco de Zurbarán"; 10. Oktober bis 31. Januar 2016: "Rabinowitch: Werke aus der Sammlung Kemp"; 30. Oktober bis 31. Januar 2016: "Expressionistische Grafik der Sammlung Dr. Hans Lühdorf (1910 - 1983)"; 30. Oktober bis 13. März 2016: SPOT ON: "Eat Art" und zwei weitere Projekte.
NRW-Forum Düsseldorf, Ehrenhof 2
Eines der Exponate beim Duesseldorf Photo Weekend: Geert Goiris, Futuro, 2002, © Geert Goiris.
bis 11. Januar: "Joel Meyerowitz Retrospective"; 30. Januar bis 1. Februar: Duesseldorf Photo Weekend; 29. Januar bis 19. April: "Human Nature"; 15. Mai bis 30. August: "China 8".
SchifffahrtMuseum, Burgplatz 30
Wiedereröffnung im Juni 2015
Stadtmuseum, Berger Allee 2
bis 25. Januar: "Schmuck als urbaner Prozess "; 18. Januar bis 22. Februar: Rosenmontagszug 2015 (In Kooperation mit dem Comitee Düsseldorfer Carneval e.V.); 27. Februar bis 9. März: "Sie riskierten ihr Leben - die polnischen Gerechten unter den Völkern" (In Kooperation mit dem Polnischen Institut); 27. Februar bis 9. August: "Von Augenblick zu Augenblick - Juden in Düsseldorf nach 1945"; 20. März bis 1. Juni: "Identitäts-Metamorphosen. Ausstellung Sokolov/Ovruchevskaya"; Juni 2015: Ausstellung im Rahmen des Sommerfestes (Titel ist noch offen); 5. September bis 3. Januar 2016: "Gesundheit in der Stadt" (AT); 9. September bis 17. Oktober: "In die Röhre geguckt!" (Ausstellung der Keyworker); 18. Oktober bis 25. November: "DüsselDORF - Wo Düsseldorf noch dörflich ist" (Ausstellung der Keyworker); 26. November bis 11. Dezember: Ausstellung in Kooperation mit der Max-Schule (Titel noch offen); ab Dezember: Keyworker-Ausstellung (Titel noch offen).
Stiftung Schloss u. Park Benrath, Benrather Schlossallee 100-106
22. Februar bis 26. April: "Horst Schäfer. Benrath. Fotografien"; Mai 2015: Kabinettausstellung des Instituts für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität; Mai bis Oktober 2015: "Giftige Wüste - die Sonora und ihre Bewohner" (Eine Sonderausstellung mit lebenden Tieren und faszinierenden Fakten rund um die Sonora-Wüste); 6. Septem-ber bis 22. November: "SehensWert. Die Planungs- und Baugeschichte der Benrather Schlösser".
Theatermuseum/Dumont-Lindemann-Archiv, Jägerhofstraße 1
bis 26. April: "Tell My Story. Hamlet auf dem deutschen Theater von 1600 bis heute" (Eine Ausstellung des Deutschen Theatermuseums, München, und des Theatermuseums der Landeshauptstadt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, dem Deutschen Bühnenverein und dem Shakespeare-Globe-Zentrum Deutschland); 28. Februar bis 26. April: "Orte der Utopie. Theater- und Raumkonzepte 1900 bis 1930" (Eine virtuelle Ausstellung des Instituts Moderne im Rheinland an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Theatermuseums der Landeshauptstadt Düsseldorf im Rahmen des Projektes "1914 - Mitten in Europa" des Landschaftsverbands Rheinland); 8. Mai bis 8. November: "Erich vom Endt - Bild-Regie. Theaterfotografie 1959-1966" (AT); 28. November 17. Januar 2016: "Hinter den Kulissen - Lithografie trifft Fotografie" (AT).
(23. Dezember 2014)
Dienstag, 6. Januar 2015
BILD & P#@*☹a - und ein Kommentar
BILD titelt heute mit 50 Prominenten, die sich deutlich gegen P#@*☹a und ihre Ableger im ganzen Land positionieren.
Julian Reichelt, Chefredakteur von BILD.de bezieht ebenfalls deutlich Stellung:
"BILD setzt heute ein klares Zeichen gegen Pegida. 80 Prominente - von Gottschalk über Außenminister Steinmeier bis hin zu Heino - machen klar: Wir brauchen die Ideologie, die hinter diesen Demonstrationen steht, nicht. Und vor allem: Wir wollen sie nicht.
Die Propaganda der Pegida hat zwei gewaltige Schwachstellen, auf die man nicht oft genug hinweisen kann.
Erstens, der überwältigende Anteil der in Deutschland lebenden Muslime hat einen deutschen Pass, zahllose von ihnen sind als deutsche Staatsbürger in diesem Land geboren. „Die“ müssen sich nicht „in Deutschland integrieren“, wie gern gefordert wird. „Die“ sind Deutsche, freie Menschen in einem freien Land, und niemand hat ihnen Vorschriften zu machen, wie sie leben sollen. Wenn einige von ihnen eine ultra-strenge, ja, rückständige Form des Islam leben, dann muss das niemandem gefallen. Mir gefällt diese radikale Ideologie nicht, sehr vielen Muslimen gefällt sie auch nicht. Aber solange man sich an die Gesetze unseres Landes hält, kann man in Deutschland zum Glück leben wie man will. Die meisten Muslime in diesem Land sind Deutsche, und die simple Wahrheit ist, dass die deutschtümeligen Pegida-Anhänger da vor allem gegen Deutsche demonstrieren.
Zweitens, die meisten Flüchtlinge, gegen die Pegida demonstriert, sind Syrer. Sie machen den mit Abstand größten Anteil der Menschen aus, die bei uns Asyl erbitten. Sie haben unvorstellbares Leid hinter sich und suchen mit ihren Kindern Schutz für ihr nacktes Leben bei uns. Alles andere haben sie verloren. Die Groß- und Urgroßeltern der meisten Pegida-Demonstranten waren vor 70 Jahren selber auf der Flucht vor den Wirren des Krieges. Es ist schlicht beschämend, dass die (inzwischen sehr reichen) Erben einer Flüchtlingsgeneration jetzt gegen Flüchtlinge auf die Straße gehen.
Das ist nicht, wer wir sind. Wir sind ein christlich geprägtes Land vieler Religionen.
Wir sind reich. Wenn jemand Hilfe braucht, dann helfen wir. Das ist Deutschland, das ist Nächstenliebe, das ist unser christliches Erbe."
Und Gabor Steingart, der nicht nur von mir hochgeschätzte Herausgeber des Düsseldorfer Handelsblatt adelt die Aktion im heutigen HandelsblattMorningBriefing mit folgenden Worten:
"Bild kämpft - und zwar gegen Pegida. 50 Prominente kommen in der heutigen Ausgabe zu Wort, darunter Thomas Gottschalk, Helmut Schmidt, Wolfgang Schäuble und Oliver Bierhoff, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz aussprechen. Der Wandel ist bemerkenswert: Heinrich Böll könnte seinen Roman "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", der die menschenverachtende Sensationsberichterstattung der frühen Bild-Jahre thematisiert, heute so nicht mehr veröffentlichen. Bild-Chef Kai Diekmann ist erkennbar Menschenfreund, nicht Brandstifter. Er macht die wahrscheinlich liberalste Boulevard-Zeitung der Welt."
Weder dem einen noch dem anderen ist etwas hinzuzufügen. Hut ab, meine Herren!
Sonntag, 4. Januar 2015
Musik liegt in der Luft...

... und nicht nur da. Die sonntäglichen Gigs im Düsseldorfer Musik-Club Café á GoGo sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und bei Musikern, egal ob Profi oder "Hausmusiker", und Musikliebhabern gleichermaßen beliebt wie begehrt.
Peter Kallen und das GoGo gelten in der Szene als feste Größe in Sachen Qualität. Handgemachte, leidenschaftlich gespielte Konzerte von Musikern aller Altersklassen sind hier Standard. Kallen gibt aber selbst ganz jungen, unbekannten Bands eine Plattform - seine gute Nase hat er sowohl bei JimSession als auch der neuen und sehr erfolgreichen Backyard Band bewiesen.
Im Café á GoGo spielen bekannte nationale wie internationale Musiker immer wieder gerne - sie alle schätzen das kenntnisreiche Stammpublikum und die familiäre Atmosphäre ebenso wie das schier unendliche Musik-Wissen des Chefs.
Seit 15 Jahren gibt es das Café á GoGo, seit 10 Jahren werden übers Jahr verteilt ca. 60 Live-Gigs gespielt, die monatlichen Flyer (wie die für jeden einzelnen Gig vom studierten Grafiker PK stets selbst entworfen) finden mit schöner Regelmäßigkeit schon unmittelbar nach Erscheinen reißenden Absatz.
"Platz ist in der kleinsten Hütte" - nirgends gilt das mehr als hier. Der ein wenig seltsam geschnittene Laden besteht im Prinzip aus zwei Bereichen - nachdem man sich durch den vorderen mit kleiner Theke in U-Form geschlängelt und einen schmalen Gang mit"langem" Tresen (und beliebten Plätzen für Zuschauer und -hörer) passiert hat, steht man quasi im Konzertsaal der Kneipe.
Wobei "Saal" das Synonym ist für "Bühne" mit kleinem Zuschauerbereich - hier stehen jeden
Sonntagabend dicht an dicht Alte & Junge, Dicke und Dünne, Freundliche und Mürrische.
Sie alle eint die Liebe zur Musik, hier wird mit ebenso viel Begeisterung zugehört wie musiziert. "Szenenapplaus" ist hier häufig zu hören, unabhängig von der Größe der aufspielenden Band.
Ab und an steht Kallen selbst mit einer seinerFormationen vor heimischem Publikum - und genießt oft genug wahre Begeisterungsstürme.
Und wenn nicht? Dann freut sich der Wirt des Café á GoGo über jeden, mit dem er über Musik, Konzerte, neue Bands, alte Bands, neue Alben diskutieren kann und in Erinnerungen an erste Konzerte als Besucher in der Düsseldorfer Philipshalle als ganz junger Mann schwelgen.
Der Laden im Herzen des Szene-Viertels Pempelfort ist täglich ab 18.00 Uhr geöffnet, samstags ab 12.00 Uhr.

Übrigens: hier können Sie anders als woanders
Ihren Geburtstag feiern. Oder Ihre Hochzeit.
Oder egal was...
Fragen Sie doch einfach mal nach.
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Café á GoGo
Schwerinstr. 15
40477 Düsseldorf
Tel.: 0170 821 6052
https://de-de.facebook.com/pages/Caf%C3%A9-%C3%A1-GoGo/183777301645706
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