Sonntag, 21. Dezember 2014

Idiotie hat einen Namen...

...in jüngster Zeit allerdings nicht einmal den. 
Man ergeht sich in unaussprechlichen Abkürzungen, ob es nun Hogesa, Pegida, Dügida, Bogida, Kögida oder weiß der Geier wie heißt (mit Absicht verzichte ich auf die von den Initiatoren gewünschte Schreibweise). 
Allen gemein ist vor allem eines: die menschenverachtende, populistische, islam- und fremdenfeindliche, rassistische und antisemitische Grundhaltung einiger weniger Hetzer, die diffuse Unsicherheiten einer großen Anzahl der MitbürgerInnen nutzen und benutzen, um in großem Stil zum Aufstand gegen Flüchtlings- und Sozialpolitik, gegen "die Politiker" ganz allgemein aufzurufen - vor allem aber - ggf. auch mit Gewalt - gegen Fremde und Fremdes zu Felde zu ziehen. Wer die entsprechenden öffentlichen Seiten z.B. auf Facebook verfolgt, dem kocht sogleich die Galle über, viele Menschen sind entsetzt ob der gemeingefährlichen Äusserungen und Aufrufe, man erinnere sich bitte an die "Arbeitsanweisungen" zur ersten Demonstration in Düsseldorf, die wie überall verniedlichend "Spaziergang" genannt wurde. 
Da muss man schon mal in den Tisch beißen, um nicht mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Nicht nur, dass mittlerweile ein jeder Asylant und alle Ausländer (auch wenn sie bereits in zweiter oder dritter Generation hier leben) als Dealer oder Bombenleger gilt, nein, der RA Alexander Heumann schämt sich nicht, diese Sätze kundzutun:


"Wird Europa bei unverändert fortschreitender Entwicklung, und sei es auf friedliche Weise, vom Islam unterwandert werden, so dass kommende Generationen – womöglich schon die der Enkel – unter der Herrschaft der islamischen Scharia leben müssen?"


Heumann ist samt Gattin Mitglied der AfD.

Lesen Sie auch diesen Artikel auf Spiegel online: 

"Bogida-Initiatorin Dittmer: Es ist unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat"
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/bogida-initiatorin-dittmer-mit-brauner-vergangenheit-a-1009832.html

Unerklärlicherweise gibt es nun aber noch eine zweite Initiative mit dem klingenden Namen Dügida - und die schreibt sich auf die Fahne: "Düsseldorfer/innen gegen Iditiotentum, Dummheit und Ausländerhass". Warum, so fragt man sich besorgt, geben sich die Gründer den so sehr belastenden und belasteten Namen? Warum riskiert man Verwechslung? Und vor allem: WARUM gibt es nirgends auch nur einen einzigen Namen eines Verantwortlichen? Und WARUM gibt es auch auf Nachfrage keinerlei Erklärung dazu?

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WIR SIND DÜSSELDORF!

Lassen Sie uns gemeinsam gegen alle Egalwiegidas protestieren - am 12.01.2014 in Düsseldorf, ab 18.30 Uhr am Johannes-Rau-Platz!



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